Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Personen ab einem Alter von 65 Jahren als „ältere Menschen“. Laut Eurostat wird der Anteil dieser Altersgruppe in der EU von 21,1 % im Jahr 2022 auf voraussichtlich 31,3 % bis zum Ende des Jahrhunderts steigen. Weltweit wird bis 2050 jede sechste Person über 65 Jahre alt sein. In Kombination mit der steigenden Lebenserwartung zeigt sich ein deutliches Wachstum der Bevölkerung im Ruhestand.
Der Ruhestand, der häufig mit dem Älterwerden verknüpft wird, gilt einerseits als wohlverdiente Belohnung für ein langes Berufsleben, kann jedoch zugleich Auslöser für Depressionen, Stress und Angstzustände sein – Studien zeigen, dass Rentner:innen eine um 28 % höhere Depressionsrate aufweisen als die übrige erwachsene Bevölkerung. Die Ursache liegt dabei nicht im Alter selbst, sondern in einem fehlenden Lebenssinn.
Dabei sollte der Ruhestand vielmehr als Phase der Selbstentfaltung verstanden werden – als Möglichkeit, neue Interessen jenseits des Berufslebens zu verfolgen. Sowohl während als auch nach dem Erwerbsleben sind professionelle Begleitung und ein gesteigertes Bewusstsein für persönliche Werte entscheidend, um individuelle Weiterentwicklung, Sinnhaftigkeit und langfristiges seelisches Wohlbefinden zu fördern.
- Stärkung der Kompetenzen von Trainer:innen: Ausbildung von Fachkräften im Bildungsbereich zur Anwendung von Methoden wie Ikigai (Achtsamkeitstagebuch, Onggi) und Rhythmustherapie zur Bewältigung von Stress und depressiven Verstimmungen im Ruhestand – ergänzt durch grundlegende Kenntnisse in den Bereichen Urban Gardening und Meditation.
- Zugang und Inklusion erweitern: Erhöhung der Anzahl an Ruheständler:innen, die Bildungsangebote von Erwachsenenbildungseinrichtungen wahrnehmen.
- Lernchancen fördern: Förderung der Teilnahme älterer und pensionierter Menschen an der Erwachsenenbildung, indem Teilnehmende dabei unterstützt werden, persönliche Hobbys und Lebensziele zu entdecken.
- Förderung des körperlichen und mentalen Wohlbefindens: Unterstützung von Menschen in Krisensituationen beim Bewältigen von Herausforderungen, Erlernen von Entspannungstechniken und Entwickeln innovativer Lernumgebungen, die Natur einbeziehen und Gesundheit in den Mittelpunkt stellen.
- Aktives Altern fördern: Förderung von Urban-Gardening-Aktivitäten, um körperliche Aktivität bei Rentner:innen zu unterstützen.
- Stärkung der Gemeinschaftsentwicklung: Ausbau fachlicher Kompetenzen durch internationale Zusammenarbeit, soziale Wiedereingliederung von Rentner:innen und Förderung von gegenseitiger Kooperation sowie interkulturellem Dialog zwischen wichtigen Organisationen und Ländern.
Dauer
21 Monate (3. Nov. 2024 – 2. Aug. 2026)
Programm
Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps
KA210-ADU – Small-scale partnerships in adult education (KA210-ADU)
Teilnehmende Länder
Deutschland, Türkei
Gesamtes Budget
EUR 60.000
EU Beitrag
EUR 60.000
Bei Outdoor Against Cancer setzen wir uns dafür ein, das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität älterer Menschen im Ruhestand zu verbessern. Im Rahmen des Projekts Active Aging sind wir verantwortlich für:
- Gesamtkoordination und Projektmanagement: Sicherstellung einer effektiven Kommunikation zwischen den Partnerorganisationen, Überwachung des Projektfortschritts zur erfolgreichen und effizienten Umsetzung aller Aktivitäten, Unterstützung und Anleitung der Partner, Koordination der Durchführung aller Projektmaßnahmen sowie Organisation der Verbreitung der Projektergebnisse.
- Lern-, Lehr- und Ausbildungsaktivitäten: Smile to Life (Online) und Make Room for Meditation in Your Life
Die erste Aktivität ist eine Online-Webinarreihe, in der eine sogenannte Lachtherapie vorgestellt und praktisch angewendet wird. Die zweite Aktivität wird von OAC organisiert und findet als mehrtägiger Präsenzworkshop statt. Im Mittelpunkt steht das Thema Meditation – ergänzt durch unterschiedliche Programmpunkte, die über die gesamte Dauer verteilt sind.